nachtplan   - Nr. 102 -    



Das Trio Tricor aus Marburg ist noch ganz frisch und die EP "No Home" im Dezember war das erste Lebenszeichen. EP für Extended Play(time) war eigentlich etwas übertrieben, denn es handelt sich um eine Digitalsingle mit zwei Songs. Die A-Seite klingt gelungen und die B-Seite mit dem Titel "Cigarettes" ist sogar noch besser. Eine sich schön steigernde Coldwave - Ballade mit Keyboardlinie, Drumcomputer, Gitarre. Grummelbass und prima Gesang, der genau mit der richtigen Portion Verträumtheit daherberkommt, dass mir der Begriff "Reisemusik" in den Sinn gerät.
/ Weblink: Tricor







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Schade. Aber das ist ja leider das gängige Problem, falls man sich von einem Vorab-Teaser die Erwartungshaltung hochschrauben lässt, auch wenn man es versucht selbst zu vermeiden, also darauf bedacht ist, die Vorfreude zur Sicherheit lieber schön klein zu halten. Die Rede ist vom Debütalbum "Love Will Come Again" der italienischen Band Talk To Her. Nach dem Teaser "Ibisco" hätte ich noch geschrieben "italienischen Post Punk Band". Nun, da das Album in Komplettform hörbar ist, täte ich es eher in das Regal für gitarrenorientierten Indiepop stellen. Nummern wie "Set Me Free" erinnern mich an das Gedudel in Videoclip-mäßigen, romantischen Passagen von Til Schweiger Liebesfilmen, nur das Talk To Her halt nicht deutsch singen. In jenen Film-Momenten denke ich mir dann "Na toll, ihr seid schwer verliebt, ich hab´s geschnallt, das muss mir kein Szenenzusammenschnitt in Weichzeichner zu kompletter Songlänge noch einmal demonstrieren". Das auf dem Album etwas später folgende "Away/Afraid" könnte man in jener Filmgattung ebenfalls prima nutzen, wenn der Protagonist gegen Ende dann doch endlich den entscheidenden Sinneswandel hat und in seiner Erkenntnis verzweifelt und fieberhaft seiner Herzensdame hinterhereilt. Ab der zweiten Songhälfte wird dann sogar gerannt. Tempo, Drama, schafft er es wohl noch sie einzuholen (Bahnhof, Flughafen, Traualtar, etc.) und alles zu kitten? Danach folgt "Confessions". Passt auch, wäre dann die Schlußszene, Kuss, ewige Liebe, Abspann. Warum erwähne ich das Album dann hier? Naja, der Teaser war flott und sollte nicht untergehen. Also hier "Ibisco":
/ Weblink: Talk To Her
  






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Pop geht aber auch `in schön´. Eyes Without A Face ist ein brandneues Quartett aus Vancouver. Die Debütsingle “The Grift” deutet an, dass man den Synth-Pop-Sound der 80er als Grundlage bevorzugt, jedoch dem Futurepop dieses Jahrtausends auch nicht abgeneigt scheint. Ebenfalls hübsch gemischt ist die Band selbst: Malcolm Holt und Bruce Ledingham kommen zwar bereits aus der Electropop-Ecke (Blonde Diamond), Kyle Tavares und Bronson Norton dagegen stammen aus der Doom Metal - Abteilung (Seer). Sänger Kyle hat jedenfalls Stimme, was die Band sofort klar von den normalen, also meist nur rein instrumentalen, Retrowave-Acts abgrenzt. Es darf gerne schon recht bald ein bisschen mehr sein.
 / Weblink: Eyes Without A Face
 






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Die Abkürzung V.V.I.A. weckt die Kreativität und das Ausprobieren der Lösungen könnte abendfüllend werden. Ich muss hier jedoch spoilern, den ich kann ja schlecht verheimlichen, dass es sich um eine Kollaboration der beiden Damen aus den Soloprojekten Venus Volcanism und In Atlas handelt. Kürzlich reiste In Atlas aus Kopenhagen kurz zur Klangkumpanin nach Athen, um die Arbeiten an der ersten V.V.I.A. EP mit dem Titel “Glass & Marble” fertigzustellen. Zuvor hatten sie bereits drei digitale Singletracks veröffentlicht und nun darf es etwas längere Spielzeit werden. Der Veröffentlichungstermin sollte in Kürze sein und ich hoffe auf mehrere wählbare Formate. Vorab gibt es den Instrumentaltrack "Megaera" und ich schätze der wird dann das spannende Intro der EP werden. Diesem dürfte eine Kombi aus elektronischem New Wave, Coldwave und Industrial Techno folgen, denn das waren die Gebiete der ersten drei Singles. Zum Kennenlernen habe ich hier nicht den oben erwähnten Instrumentalteaser gewählt, sondern die Coldwave-Single "Oblivion" aus dem letzten Herbst.
/ Weblink: V.V.I.A.







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Die Solokünstlerin Fee Lion lebt in Chicago und veröffentlicht bereits seit 2016. Nach einer experimentellen Anfangsphase ist seit dem letzten Jahr der Electropop ihr Metier. Die EP "Blood Sisters" im April belegte, dass diese Entscheidung eine sehr gute war und ist bereits seit Monaten ausverkauft. Digital ist die 4-Track-Single natürlich weiterhin verfügbar. Nun gibt es als Nachschlag eine digitale Remix-EP. Silent Servant, Kontravoid, Multiple Man und Minimal Violence legten noch einmal Hand an. Für meinen Geschmack herausstechend, wie das vor gefühlten Ewigkeiten hier vorgestellte australische Duo Multiple Man dem Song "Blood Sisters" noch mehr Tiefe verlieh. Genau diesen Remix gibt es nun hier zu hören.
/ Weblink 1: Fee Lion (Remix EP)
/ Weblink 2: Fee Lion (Katalog)






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Other-ed ist ein junges Coldwave - Projekt aus dem östlichen Frankreich. Dahinter steckt der Vague Scare Sänger Laur Veglam. "Disruptive Synthetic" ist seine erste EP mit fünf Songs, die etwas direkter, lockerer und elektronischer klingen als die Arbeiten mit Vague Scare. Schon bemerkenswert, dass ich hier auch einmal die im weitesten Sinne "poppigere" Variante bevorzuge anstatt umgekehrt, aber Other-ed klingt halt "kompakter" und man wirft Melancholie ja noch lange nicht ganz über Bord. Kurz: Other-ed tendiert schon sehr Richtung Synth-Pop, behält dabei aber stets souverän die Coldwave-Wurzeln im Zentrum.
Als Hörbeispiel nun aus der EP einmal der Titel "The Least We Can Do".
/ Weblink: Other-ed







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Глава II, zu deutsch "Kapitel II" heißt ein neuer New Wave Act aus Sankt Petersburg. Das Duo aus Sängerin und Keyboarder beschreibt seinen Stil selbst als Ritual Pop, was zum Beispiel für den Song "Раненый" (Verwundet) auch gut zutrifft. Seit 2017 aktiv, gibt es bisher dennoch lediglich eine Handvoll Single-Tracks. Wir hören hier einmal in den aktuellen hinein, der den Titel "Сестра" (Schwester) trägt. Beginnt sehr poppig, doch im weiteren Verlauf klingt das dann dank Dröhnen schon etwas anders.
/ Weblink: Глава II







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Apropos Dröhnen. "Vassago" ist der Titel eines Albums im Musikkassettenformat, auf dem sich die Electro Ambient Projekte Nigh/T\mare und Noform je eine Seite teilen. Man könnte also von einem Split-Tape sprechen, das wäre richtig, doch beide Bands schlagen musikalisch dermaßen ungespalten in die gleiche Kerbe, dass die Kassette wie aus einem Guss klingt. Finstere Dark Ambient Intros, apokalyptisch anmutende orchestrale Steigerungen mit Drumgeballer, ja, so etwas nennt man dann wohl Industrial oder gar Industrial Techno.. Erschienen ist das Tape auf dem Athener Label Several Minor Promises, deren Vorzeige-Act Restive Plaggona ich schon einmal in einem früheren Blogeintrag vorstellte. Nigh/T\mare ist das Einmannunternehmen des Italieners Giuseppe Sciretti und Noform das Projekt des Russen Ivan Egin.
/ Weblink: Nigh/T\mare / Noform








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Zum schrägen Abschluss diesmal etwas musikalisch recht eingängiges. "Orient trifft Heilung und gemeinsam erfreut man sich an einem Hardtrance-Tempo", versuche ich es mal in Worte zu fassen, was da akustisch passiert. Weltmusik mit massiven Beats halt. Funktioniert nur sehr laut gehört, funktioniert dann aber prima. Maze Runner heißt der Act und sitzt in Frankfurt. Parallel zum folgenden Track "Sadhana" veröffentlichte er bei DSR Digital auch die EP "Eagles", die sehr ähnlich klingend beginnt und sich im weiteren Verlauf dann auch dem Bereich Dark Techno öffnet.
/ Weblink 1: Maze Runner
/ Weblink 2: Maze Runner (Eagles EP)







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    nachtplan   - Nr. 101 -    



Das junge Damenquartett GHUM aus London schickt sich an die Post Punk - Welt zu erobern. Nein, dies betreiben sie nicht wirklich offensiv, denn die Mädels selbst bezeichnen ihren Musikstil eher bescheiden als "Ghost Grunge" und "Goth Pop". Die heftige Portion an wavigem Punk dürfte dennoch für wirklich jeden unüberhörbar sein.
Laura Guerrero Lora kommt mit sauber-bluesiger, also beinahe poppiger Gesangsstimme daher, was einen prima Kontrast und damit die bestmögliche Ergänzung zu den klirrenden Gitarrensounds und wummernden Bassläufen bietet. Die aus Malaysia stammende Gitarristin Jojo Khor haut manchmal sogar Deathrock-Töne in originaler Christian Death - Tradition aus ihren Saiten ("Get Up" in der BBC Session, auf Youtube zu finden/sehen/hören).
GHUM musizieren und veröffentlichen bereits seit 2017, aber erst die im Sommer 2019 erschienene EP "The Coldest Fire" zeigte die Band ausgereift, galt dann im letzten Monat als ausverkauft und wurde nun gerade zu Recht noch einmal nachgepresst. Hier als Kostprobe daraus ihr Song “Saturn“
/ Weblink: GHUM

 






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Die Künstlerin Rosa Anschütz pendelt zwischen Berlin und Wien und debütierte in diesem Jahr mit ihrer EP "Rigid" auch als Musikerin und Sängerin. Den Titeltrack gibt es sogar in einer 10" Vinylversion, die sich "RR4" nennt. Inzwischen legte sie noch die Digitalsingle "Soft Resource" nach. Während sich ihre DJ-Mixe und Radioshows eher dem Techno widmen, tendieren ihre eigenen Releases schon stark Richtung Coldwave und Minimal Wave mit einer gehörigen Portion Melancholie, also ganz so, wie wir es mögen. Hier als Kostprobe einmal der Titeltrack ihrer EP "Rigid."
/ Weblink: Rosa Anschütz
 
 






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Las Eras ist ein neuer Coldwave- und Synthpop-Act und stammt aus einer eher unüblichen Region für derlei Klänge, nämlich aus der argentinischen Hauptstadt Buenos Aires. Das erstes Release des Trios aus zwei Keyboardern und Sängerin ist die 4-Track EP "Austral", die bisher leider lediglich in digitaler Form erschien. Schrieben wir noch 1991, hätte Las Eras allein durch den New Beat Track "Caraza" unter fünf belgischen Labeln für eine Vinylveröffentlichung wählen dürfen. Der Synthpop-Song "Constitucion" sollte dagegen auch 2020 noch eine Firma mit etwas Kapital für eine Vinylpressung auf den Plan rufen können. In genau diesen Song hören wir nun einmal hinein.
 / Weblink: Las Eras
 






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Mitte der 90er arbeitete ich viel mit Ivan Iusco zusammen, wenn es um Compilation-Alben für den Bereich Electro-Ambient (heute auch IDM genannt) und EBM ging. Der Mann aus der kleinen aber feinen italienischen Stadt Bari gründete bereits Ende der 80er sein Label Minus Habens Records, auf dem später unter anderem Dirk Ivens Soloprojekt Dive im CD-Format debütierte. Ab 1992 gab es dann noch den Firmenableger Disturbance, der sich technoideren Tönen widmete. Die Sampler-Reihe "Outer Space Communications 1-4" stach dabei als besonders gelungen heraus, fand ich. Zumindest steht sie seit damals in meinem Regal zwischen der "Artificial Intelligence" Serie von Warp und meiner eigenen Reihe "Dream Injection". Zu deren Titel wurde ich übrigens durch den gleichnamigen Track des Projektes IT von eben "Outer Space Communications 2" inspiriert, wie der aufmerksame Blogleser nun ziemlich exklusiv weiß. In diesem Jahrtausend widmete sich Ivan Iusco vermehrt der Filmmusik, zog nach Los Angeles und heimst dort regelmäßig Preise und Nominierungen für seine Kompositionen ein. So traf er dann auch auf die ebenfalls dort lebende, aus Athen stammende Schauspielerin Elena Charbila, die auch als Kid Moxie im Synthpop-Bereich als Sängerin aktiv ist und beschloss gemeinsam zu musizieren. Ein erster Single-Teaser in Form des Tracks "Head On Fire" erschien vor wenigen Wochen. Zu diesem hübschen Electropop-Song gibt es auch einen Videoclip, den es mit Hoffnung auf schon bald mehr von solchem Material der beiden, nun hier zu sehen gibt.
/ Weblink: Ivan Iusco & Kid Moxie








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Das gemischte Berliner Duo NNHMN (NonHuman) tauchte Anfang des Jahres auf und überrascht durch einen kontinuierlichen Output. Man scheint ein kreatives Hoch zu haben, denn die gerade erschienene 6-Track-Musikkassette "Shadow In The Dark " ist das bereits vierte Release in diesem Jahr. Zwischen den Electropop- und Coldwave-Songs gibt es zwar auch mal experimentellere Klänge, aber schwaches Füllmaterial bleibt dabei völlige Fehlanzeige. K Dreams nennt sich ihr eigenes DIY-Label, was zeigt, dass man an sich glaubt und das ist gut so. Als Hörprobe hier ihr Song “Special“.
/ Weblink: NNHMN







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Chrome Corpse aus Seattle bezeichnen sich selbst als die vielleicht jüngste EBM Band der Vereinigten Staaten, was Fotos der vier Mitglieder dann auch unterstützen. Mit schlichter aber effektiver Produktion und hübsch oldschool-EBM-teutonisch auch schon einmal inklusive "Eins - Zwei - Drei"- Ansage gehen sie stets nach vorn. Chrome Corpse sind seit 2017 aktiv und legten gerade mit der Musikkassette "Anything That Moves" ihre bereits fünfte Veröffentlichung vor.
Den Vogel schossen sie jedoch im letzten Monat durch eine Remixarbeit ab, die sie für den hier in Ausgabe 97 vorgestellten Act Randolph + Mortimer aus Sheffield anfertigten. Diese Neuinterpretation gibt es nun hier zu hören.
Weblink 2: Chrome Corpse (Katalog) 
/ Weblink 3: Chrome Corpse (Randolph + Mortimer Remix)








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Das Vinyl-Debütalbum "Benevolence" der Band Skemer erschien kürzlich auf dem italienischen Avant! Label. 
Hätte ich nur den dazugehörigen `Official Videoclip´ zum Song "Sunseeker" gesehen, dann hätte ich sie zugegeben falsch eingeordnet. Dieser bietet Electropop zu sauber produziertem HD-Clip, die Sängerin in Lack-Catsuit und - Korsett gesteckt, so ganz Marke "schnell in die üblichen Szene-Magazine gelangen". Falsch gedacht, denn wer so etwas strategisch macht, der bringt /hat dann auf dem Album keine Nummern wie "Heartbreak" oder die Ausklang-Fassung von "Shout Or Cry". Anders gesagt, Skemer sind dann doch echt und ich hätte zu schnell aufgegeben. Das belgische Duo besteht aus Sängerin Kim Peers und - nächste Überraschung - Musiker Mathieu van de Kerckhove, der bereits als Gitarrist des Doom Metal Acts Amenra bekannt ist. In Belgien kann man das Album übrigens per heimischer Firma Wool-E Discs ‎auch in einer limitierten CD-Version bekommen. Der Longplayer bewegt sich musikalisch zwischen New Wave, Coldwave und Electropop. Hier als Kostprobe einmal ein New Wave/Coldwave- Zwischending, der Song "Heartbreak".
/ Weblink: Skemer

 








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Zum schrägen Finale diesmal etwas vom obskuren Act Shrouded Tongues. Dahinter steckt Dillon Morton, der Keyboarder der amerikanischen Post Punk - und Coldwave - Band Lizard Skin, die im April erfolgreich mit der ausverkauften Musikkassette "Subterranean Guilt" debütierte. Beim Shrouded Tongues Debüt handelt es sich nun ebenfalls um eine MC. Sie heißt "Sinking The Raft" und enthält zwei Tracks, nein, genau genommen nur einen, denn bei der B-Seite handelt es sich um das gleiche Stück, jedoch rückwärts abgespielt. Es ist eine rein elektronische Dark Ambient Nummer, die musikalisch schon sehr sehr eigen ist. Ich meine zu hören, dass der Track "Dark River" von Coil aus dem Jahr 1991 Pate stand.  Bereiche wie Dungeon Synth, Drone und 80er Retrowave werden berührt, passen jedoch nicht wirklich als Schublade. Ich nenne den Stil daher einmal "Soundtrack zu einem nicht gedrehten Horrorfilm der frühen 80er Jahre".
/ Weblink 1: Shrouded Tongues
/ Weblink 2: Lizard Skin (Post Punk)







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    nachtplan   - Nr. 100 -    



Da es sich um die Nummer 100 handelt, mache ich einmal eine Ausnahme und wiederhole einen Act. So wurde die französische Post Punk- und Shoegaze-Band Dead bereits in der Nummer 80 vorgestellt. Diesmal hören und sehen wir ihren Song "Ice Sky" von der aktuellen Single "Dreams". Der Clip passt ja auch hübsch zum Abschalten der Sommerzeit und als Aussicht, was uns bereits in Kürze von der Natur erwarten könnte.
/ Weblink: Dead







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Wenn alles so weiterläuft, dürfte der Weg aus dem toten Winkel direkt ins Flutlicht, für das irische Post Punk Quintett The Murder Capital ein sehr kurzer werden. Ihr Debütalbum "When I Have Fears" ist jetzt gerade einmal sechs Wochen draußen und schon war ihre soeben abgeschlossene UK-Tour bereits ausverkauft. Als Teaser gab es zuvor eine 7" Single, sowie ein einseitig bespielte 12" Vinyl Maxi. Der Longplayer erschien dann in allen üblichen Formaten.
Die Band widmet sich der "anderen" Spielart des Post Punk, also nicht der gängigen, von Joy Division geprägten Variante, sondern der etwas sperrigeren "Indie-Tradition" von Nick Caves The Birthday Party oder Crime & The City Solution. Wer den Film "Der Himmel über Berlin" kennt, weiß jetzt genau wovon ich spreche. Ich hoffe sie bleiben ihrem Stil lange treu, denn der rasante Aufstieg erinnert mich ein wenig an Interpol und die Editors, die jeweils mit kantig-melancholischen Debütalben glänzten, danach aber leider schnell Richtung BritPop und Alternative-Rock abdrifteten. Wie auch immer, momentan sind The Murder Capital jedenfalls DER Geheimtipp. Die Band spielt diesen Monat in Köln und im Februar in Münster sowie auf dem Grauzone Festival in Holland. Weitere, weit größere Festivals dürften dann im nächsten Sommer folgen. Hier aber nun erst einmal zum Infizieren ihr Song "Green & Blue".
/ Weblink: The Murder Capital (Facebook)

 






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Der britische DJ und Produzent Tommy Four Seven lebt nun in Berlin und veröffentlicht bereits seit 2005 unregelmäßig. Über Schranz und Dark Techno verlief sein musikalischer Weg immer mehr in Richtung Industrial, Tribal Techno und Rhythmic Noise. "Veer" ist sein erst zweiter Longplayer und erschien im April. Am 8. November legt er das Album "Veer Remixed" nach, was ihn durch Nachbearbeitungen von unter anderen Rhys Fulber und Silent Servant nun spätestens auch über den Techno-Tellerrand hinaus interessanter machen sollte. Wie die reguläre "Veer" wird auch "Veer Remixed" als 2x12" Vinyl erhältlich sein. Momentan ist nur die Ansome Veredelung des Tracks "The Virus" als Stream online, aber bereits diese zeigt, dass sich Tommy Four Seven genau die richtigen Leute an Bord holte.
/ Weblink: Tommy Four Seven
 
 





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Bleiben wir doch gleich bei Remixalben. Die Robot (D13 R0807) ist ein Electro-Act aus Portland. Die Band veröffentlichte bereits 2014 eine erste Digitalsingle, 2018 gab es das erste und bisher einzige Album "73CHN0PUNK" und dann wurde es still. Nun gibt es wieder ein Lebenszeichen, in Form einer 15-Track-Neuinterpretation des Albums, welche am 11. November digital und als CD erscheinen wird. Der Stil der Band ist schwer zu beschreiben, sie machen weder herkömmlichen Electro-Industrial noch Technopunk. Grob gesagt ist es eher Electro-Rock mit Retrowave-Einflüssen und könnte also sowohl letzterer Abteilung, als auch Partysound-Freunden die EBM- Klänge Marke Faderhead mögen, gefallen. Hier einmal der Song "10​.​000 Years" im neuen `Nando Dance Til You Die Remix´.
 / Weblink: Die Robot
 






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Wo kommt guter Oldschool-EBM her? Natürlich aus Kolumbien. Die Ironie dürfte ohne Emoticon auskommen und ich erspare uns auch jeden “der gute Stoff“-Kalauer. Struck 9 heißt also kein Kartell, sondern das EBM-Einmannunternehmen, welches vor neun Jahren die Debüt-CD "Democracy" über das einheimische Label Black Leather Records veröffentlichte, um sich dann lange Jahre rar zu machen. Erst im letzten Jahr kam dann das zweite Album "Ritual Body Music" über die italienische Firma EK Product heraus. Nun gibt es daraus neue Remixe in Singleform, die den Originalversionen nochmal mehr Drive verleihen. Hier als Kostprobe einmal der Song "Execute" im noch schneller startenden "Execute​.​exe" Mix.
/ Weblink: Struck 9

 






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Der Name Cold Transmissions dürfte Nachtplan-Lesern vertraut sein, denn schon lange erfreut die Frankfurter Underground-Institution die Leser mit den exklusiven “Cold Stars“ Gastmixen. Seit 2018 sehr erfolgreich digital im Bandcamp mit Compilations aktiv, veröffentlicht das Label seit diesem Jahr auch vermehrt in physischer Gestalt. Nun widmete man sich der Debüt-CD der Solomusikerin Kadri Sammel aus Estland. Als Bedless Bones unterbaut sie ihre Songs durch recht komplexe Elektronikgerüste, die jedoch stets wavig bleiben und nie zu akkzu kommerziellem Electropop geraten. Ich möchte meinen, die Bedless Bones tendieren eher Richtung Art Pop."Sublime Malaise" heißt der Longplayer, enthält 11 Tracks und erschien im edlen DigiPak.
/ Weblink: Bedless Bones








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Dance Off Your Demons ist das Soloprojekt des New Yorkers James Mailer. Einmal pro Jahr gibt es seit 2016 von ihm jeweils eine Single in Digitalform. Dürfte wirklich mehr sein, den seine elektronische Mixtur aus Coldwave und Post Punk passt ja momentan zur Nachfrage, denn das Revival hält noch wacker an. Und auch seine Gesangsstimme braucht sich nun wirklich nicht verstecken. Hier einmal sein aktueller Song "Faith".
/ Weblink: Dance Off Your Demons







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Das gemischte Coldwave - Duo Hertzen besteht aus dem brasilianischen Musiker Self und der italienischen Sängerin May Rei, die nun in München heimisch ist. Die beiden gründeten ihr Projekt 2017 und ab Anfang 2019 erscheinen nun kontinuierlich Demo-Tracks bei Soundcloud. Spätestens die Songs des letzten halben Jahres täte ich als veröffentlichungsreif bezeichnen und hoffe man bewegt sich bald auch Richtung Bandcamp. Hier als Appetizer einmal "Free".
/ Weblink: Hertzen





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Zum schrägen Finale diesmal lediglich ein Standbild. Dafür ist die Musik dazu aber auch gleich doppelt “psycho" und toppt ganze Regale mit Soundtracks von Horrorfilmen. Matriarchy Roots ist der Name des Acts und der Grieche Dimitris Doukas steckt dahinter. Besser bekannt ist der Mann durch sein Projekt Restive Plaggona, welches hier in Nummer 87 bereits einmal mit dabei war. "Lifestyle (After The Rise Comes The Fall)" nennt sich der im Verlauf immer noisiger werdende  Dark Ambient - Instrumentaltrack und ist auf dem Album "Changing Habits" erschienen. Passenderweise kommen Musikkassette und Download über das Label namens Strange Therapy aus Amsterdam.
/ Weblink: Matriarchy Roots








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    nachtplan   - Nr. 99 -    



Der aus Italien stammende und in Berlin lebende Andrea Davide ist Produzent und DJ. Kürzlich veröffentlichte er unter dem Pseudonym Velvet May auch seine ersten beiden Arbeiten als Musiker. Dabei handelte es sich um das Mini-Album "Vast As Black Night" sowie die EP "Unknown Bodies".
Beide sind als Vinyl und in digitaler Form erschienen. Musikalisch befinden wir uns im Bereich der modernen Electronic Body Music. Die EP wird stark durch die beiden enthaltenen Remixe beworben, hier ist als Kostprobe aber dennoch die Originalversion zu hören. 

Noch ein Tipp an die Coldwave-Freunde: Mal in "Though With Tears" vom Minialbum hineinhorchen, das könnte auch euch gefallen.
/ Weblink: Velvet May







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"Welch ein Talent!" - Das war meine begeisterte Aussage beim Lauschen der ersten Songs des kalifornischen Projektes Alone In My Room. Man hört richtig, dass da niemand auf Hit hin konstruiert, sondern einfach mit Bock auf Coldwave aus Bauch und Herzen, mit Feeling und Leichtfertigkeit musiziert. Die Gesangsstimme und einige der Arrangements erinnern mich ein wenig an den prima Act Solid Space aus den 80ern, aber den werden wohl nur die Minimalwave-Sammler noch kennen.
"Black Screen", so der Titel des Sets mit den ersten acht Songs von Alone In My Room, ist (noch) nicht im Bandcamp erhältlich. Wir sind hier also sehr früh dran. Nun einmal der Titel "No Direction".
/ Weblink: Alone In My Room

 






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Bleiben wir doch gleich noch einmal sehr früh dran. Die gute Nachricht: Man kann sich maximal mit einem Euro in Kosten stürzen. Die weniger gute Nachricht: Vom Wave-Quartett DILK aus Madrid gibt es bisher nur einen einzigen Digitaltrack. Der heißt "Graveyard Orbit" und wenn sie dessen Level für die nächsten Songs halten können, sind sie sehr bald weit mehr als ein Geheimtipp.
 / Weblink: DILK






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Swan Wash ist ein Trio aus Bloomington im amerikanischen Bundesstaat Indiana. Gar nicht so leicht, die Band musikalisch einzuordnen, es sei denn man täte den Stil einfach Dark Rock nennen. Die Arrangements schwanken zwischen Post Rock und Post Punk, lediglich der eisern konstante Gitarrensound mit metallischen Chorus-Echos bleibt im Bereich Death Rock. Matt Leetz, Steve Garcia und Scott Ferguson gründeten Swan Wash im letzten Jahr und in diesem Monat erscheint ihre Debütkassette mit sieben Songs im Eigenvertrieb. Hier als Hörprobe einmal "Black Roof Pt. 2", das ab Minute 1:29 durch Flageolettklänge zu polternden Drums noch einmal eine prima Steigerung erfährt.
/ Weblink: Swan Wash
 






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Der Minimalwaver Carlo Onda aus Zürich fand sich vor einem guten Jahr erstmalig bei Soundcloud ein. Auffällig waren seither zwei Sachen; zum einen seine witzig- skurillen, oft deutschsprachigen Texte und zum anderen der enorme Output von manchmal sogar wöchentlich einem neuen Song. Nun gab er sich die Qual der Wahl und vereinte 11 seiner Titel plus drei Remixe zu einem ersten Langspieler. "Geister" heißt dieser und ist als Musikkassette und digital erschienen. Zur Hörprobe draus einmal der Song "Kopf oder Zahl".
 / Weblink: Carlo Onda






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Beim nächsten Act stellt sich wieder einmal die alte Frage, was nun eigentlich besser ist, ein durchweg hörbares, nettes Album oder eines mit einem fetten Hit plus einer Menge Material welches stark abfällt.
Das Duo Contre Soirée aus Paris ist so ein Fall des Types A. Das letztjährige Debüt-Release, welches zunächst als EP erschien und dann im Sommer noch einmal zum Mini-Album aufgestockt wurde, war gut, durchweg gut. Es bot Coldwave wie ihn auch die Minimalwaver gerne mögen. Jedoch - wie gesagt - einen passenden Track für den Clubeinsatz oder ein knalliges Mixtape gab es darauf nicht. Und auch sein nun veröffentlichter Einzelsong "Inner Fire", der Geschmack auf die nächste EP machen soll, wird wohl nicht die Tanzflächen erobern. Er rockt zwar gut, aber ist vielleicht auch etwas austauschbar. Um also wieder auf die Frage oben zurückzukommen, mindestens für nebenbei und unterwegs ist Contre Soirée absolut geignet und weit mehr wert als Alben mit einem Einzelkracher plus massig dröger Füllstoff, so viel ist bisher sicher. Und vielleicht kommt ja in naher Zukunft auch noch der Hit dazu. Hier nun "Inner Fire".
/ Weblink: Contre Soirée






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Bleiben wir noch kurz beim Thema Coldwave. Das gemischte Duo Isla Ola aus Dortmund ist bereits seit 2012 aktiv. Stefan und Jes tauchen in dieser Form jedoch eher sporadisch auf. Bei Soundcloud gibt es gerade einmal eine Handvoll Aufnahmen und ab und an geben sie zumeist in der Heimatstadt mal ein Konzert. Anfang November kann man sie nun einmal wieder Live musizieren sehen, diesmal in Duisburg, im Vorprogramm der Berliner Post Punks von XTR Human (Genaue Info findet ihr leicht in der Nachtplan-App). Hier eine Kostprobe von Isla Ola mit dem Song "Grave Of The Future".
/ Weblink: Isla Ola









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Schon längere Zeit macht sich Witch House im Blog etwas rar. Nun kehrt er heim, aus einer unvermuteten Ecke, nämlich durch den Synthpop-Act Lust For Youth aus Dänemark. Bereits 2013 arbeitete man mit dem Landsmann und Electro Ambient Tüftler Croatian Amor zusammen. Nun war es wieder an der Zeit und mit "Feel Me" entstand gemeinsam eine epische Drag-Ballade, deren Ähnlichkeit zum 80er Klassiker "Camilla" von Art Of Noise vielleicht sogar beabsichtigt ist. Mangels Radiokonsum in diesem Jahrtausend kannte ich den verlangsamten Originaltrack natürlich mal wieder nicht. Aber anhand der Vocals / des Textes konnte ich ergoogeln, dass es sich um einen 2008er Prog-Trance Titel des deutsch- französischen Produzenten DJ Shog handelt.
/ Weblink: Lust For Youth + Croatian Amor







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So richtig finster geht es beim britischen, momentan in Spanien lebenden Solokünstler Samuel Wood aka Sam KDC zu. Da ich ein Faible für Mystery und Horror in Film und TV-Serie habe, sollte ich mit düsteren Electro Ambient - Klängen bereits bestens versorgt sein. Jedoch klingt Sam KDC anders, er designt seine Soundscapes mit fast ausschließlich künstlichen Elektroniksounds und verzichtet also auf akustisches. Vom leisen Schaben an Saitenumwicklungen bis zu ganzen Streichorchestern wird ja in Scores so fast alles einmal eingesetzt. Zudem bringt Sam KDC Abwechselung durch Tracks mit schnelleren Tribalrhythmen ins Albumgeschehen. Sein neuer, bereits fünfter Longplayer "Omen Rising" ist als Doppel-Vinyl und in digitaler Form erschienen. Hier daraus einmal "Strong Heart, Weak Stomach".
/ Weblink: Sam KDC





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Kehren wir noch einmal zurück zur Rubrik `Neue Elektronische Körpermusik´. Im letzten Blogeintrag kritisierte ich noch den hohen Acid-Techno-Anteil in Produktionen moderner EBM Acts. Kaum gesagt, erschien die Musikkassette "Ex- Stasy Girlfriend" des russischen Künstlers Matherialist, kurz MTH, die bewies, dass dies auch gut funktionieren kann. Das Tape besitzt genau die für normale Ohren maximale Dosis an Acid und beschränkt sich auf die altgewohnten Zirp-Sounds der 303 Maschine. Garniert mit ein paar apokalyptisch anmutenden Sprachsamples kommen so fünf ordentlich pumpende Stomper daher. Erhältlich ist das Mini-Album über das Label Raw Russian. Hier nun eine Kostprobe daraus.
/ Weblink: MTH



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Und schon sind wir wieder beim finalen und gewohnt angeschrägten Eintrag angelangt. Durch den Erscheinungszyklus des Nachtplans bin ich mit der Hommage an 40 Jahre "Bela Lugosi´s Dead" von Bauhaus ein paar Wochen zu spät dran. Echte 40 Jahre Jubiläen hätten bei Aktualität dieser Ausgabe bereits andere Klassiker, nämlich zum Beispiel "Back To Nature" von Fad Gadget (1. September 1979) und der "Bird Song" von Lene Lovich (28. September 1979). Wichtige Songs, die die Clubs (welche sich damals noch Disco nannten) erneuerten und angestaubte Hits wie "Born To Be Wild", "Satisfaction" und "Smoke On The Water" von den Tanzflächen in ihr Exil, dem Format Rockkneipe verbannten. Aber kommen wir zurück zum Bauhaus Klassiker "Bela Lugosi´s Dead", der trotz seiner starken Dub-Einflüsse und klarem Prädikat New Wave schon immer etwas mehr Gothic war als andere Tracks. Der Songtext, das Cover-Layout und ein späteres Musikvideo trugen dazu natürlich auch kräftig bei. Und weil´s ja jetzt schräg sein soll, spielen wir doch einmal mit dem Begriff "zeitlos". Der Song wird hier durch einen jüngeren ("Tear You Apart" von She Wants Revenge aus dem Jahre 2005) ergänzt und erhält gleichzeitig ältere, genau gesagt 60 Jahre alte Bilder. Es neutralisiert sich nicht - Ich finde es funktioniert, wenn auch auf schrille Art, aber hört und seht selbst.
/ Weblink: Bela Lugosi’s Dead (Wiki)








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